Lehrplan plus

Allgemeine Informationen

LehrplanPLUS steht für ein umfangreiches Lehrplanprojekt, in dem zeitgleich und inhaltlich abgestimmt die Lehrpläne für alle allgemein bildenden Schulen überarbeitet werden.

Ab dem Schuljahr 2014/15 tritt der neue Grundschullehrplan für die Jahrgangsstufen 1 und 2 in Kraft.

Der alte Grundschullehrplan ist bereits seit 2000 gültig und damit lange vor Einführung der Bildungsstandards konzipert worden. Die Bildungsleitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit wurden 2012 in Kraft gesetzt. Beide Dokumente, Bildungsstandards und Bildungsleitlinien, sind Grundlagen für den neuen Lehrplan. Die in den ver-gangenen Jahren erfolgten fachlichen und fachdidaktischen Entwicklungen sind berücksichtigt. Ebenso werden die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule sowie von der Grundschule in die weiterführenden Schulen abgestimmt.  Die derzeit gültige Stundentafel für die Grundschule bleibt unverändert erhalten.

Häufige Fragen:

Schrift

Als Ausgangsschrift für das Erlernen einer verbundenen Handschrift kann zwischen Vereinfachter Ausgangsschrift und Schulausgangsschrift gewählt werden. Das Ziel ist, eine gut lesbare, flüssige Handschrift auszubilden.

Phonetisches Schreiben

Die einseitige Anwendung dieses Prinzips ist nicht im Sinne des Lehrplans, der eine fehlerlose Rechtschreibung anstrebt. Damit die Schülerinnen und Schüler strategiegeleitet und zunehmend routiniert richtig schreiben, wird die Nutzung der wesentlichen Rechtschreibprinzipien (phonologisches, silbisches, morphologisches und grammatisches Prinzip) erwartet.

Subtraktionsverfahren

LehrplanPLUS legt das Abziehverfahren mit Entbündeln als einheitliches Subtraktions-verfahren für alle Schularten fest. Die Notation wird zu einer übersichtlicheren Darstellung weiter entwickelt.

Heimat- und Sachunterricht

Der Lehrplan für das Fach Heimat- und Sachunterricht wurde auf der Basis der aktuellen Fachdidaktik neu konzipiert und auf 26 Wochen ausgelegt, d.h. Inhalte wurden reduziert.

Kompetenzorientierung

Die Lehrpläne sind kompetenzorientiert ausgerichtet. Sie geben Auskunft über die im Unterricht nachhaltig aufzubauenden Kompetenzen und beschreiben, an welchen Inhalten diese erworben werden. Diese Kompetenzen gehen über reines Wissen hinaus und haben stets konkrete Anwendungssituationen im Blick. Durch die Orientierung am Erwerb von Kompetenzen berücksichtigt der neue bayerische Lehrplan die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz.

Dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch

Das Lehrerkollegium unserer Schule hat beschlossen anstelle der Zwischenzeugnisse in den Jahrgangsstufen 1 und 2 bereits ab dem Schuljahr 2014/15 das dokumentierte Lernentwicklungsgespräch einzuführen. Dazu fand am 2. Dezember 2014 ein Elterninformationsabend statt.

Das Gespräch zwischen Klassenlehrkraft, Schüler bzw. Schülerin und einem Elternteil dauert ca. 20 Minuten. Dabei ist das Kind Hauptgesprächspartner der Lehrkraft. Zur Vorbereitung auf das Gespräch füllt das Kind einen Schülerfragebogen aus, die Lehrkräfte, die in der Klasse unterrichten, den Lehrerfragebogen. Diese Fragebögen sind dann Grundlage des Gespräches.

Durch das Lernentwicklungsgespräch soll die Selbsteinschätzung des Kindes geschult, das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und die Verantwortung der Kinder für ihre eigenen Lernfortschritte gestärkt, die Kommunikation mit den Eltern gefördert werden und es ist Teil der Lernkultur in der Grundschule.